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Sonntag, 12. Januar 2014

Mutti's Apfelauflauf

... oder "Kindheitserinnerungen für kalte Wintertage"

Ein sonniger trockener Wintertag ist an sich ja etwas Feines. Man kann gut eingepackt wunderschöne Spaziergänge oder Wanderungen unternehmen, um dann mit einer kalten, roten Nase in das warme Zuhause zurück zu kehren und zu hoffen, dass etwas Warmes zu essen auf einen wartet. 

Als Kind konnte man sich eigentlich darauf verlassen, dass man Zuhause an diesen Tagen mit einer Leckerei versorgt wird. In meiner Kindheit war dies unter anderem eine heiße Schokolade, Waffeln, Pfannkuchen oder Apfelauflauf, so wie ich ihn euch heute vorstellen möchte. 

Der Auflauf ist ruck zuck gemacht, die benötigten Zutaten hat man meistens im Haus und wenn man dann noch Vanilleeis im Gefrierschrank in petto hat, steht dem süßen Genuß nichts mehr im Wege. Da freuen sich auch die großen Kinder :-)



Mutti's Apfelauflauf 

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: 2 Portionen
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1 Apfel
Zucker & Zimt
2-4 TL Rum
50 g zerlassene Butter
1 Ei 
50 g Zucker
35 g Mehl
1 Prise Salz

Den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen. 

Anschließend den Apfel vierteln und in Scheiben schneiden. Die Apfelscheiben mit etwas Zucker & Zimt sowie Rum und der Hälfte der zerlassenen Butter vermischen. Das Ganze nun auf zwei ofenfeste Förmchen aufteilen. 

Für den Teig wird das Ei mit Zucker, Mehl, Salz und der restlichen zerlassenen Butter gut verrührt. Die Teigmischung gleichmäßig auf die beiden Förmchen verteilen und cirka 30-45 Minuten im Ofen backen. 

Zu dem heißen Auflauf passt am Besten eine Kugel Vanilleeis oder Vanillesauce. 



Freitag, 4. Oktober 2013

Kürbiskuchen

... oder "Wenn dir das Leben Kürbis gibt, mach was Leckeres draus!"

Ein hoch auf den Herbst und damit auch auf die Kürbissaison. Aktuell könnte ich wirklich immer und überall Kürbis in allen Varianten essen... Meistens kennt man Kürbis ja nur in herzhaften Rezepten. Da er jedoch durch den leicht nussigen Geschmack und die Konsistenz sehr vielseitig ist, kann man Kürbis auch sehr gut süß, zum Beispiel als Kuchen, zubereiten. Nachdem ich im letzten Jahr schon viele Kürbisgerichte ausprobiert hatte, stand Kürbiskuchen jedoch noch auf der To Do-Liste. Da passte es perfekt, dass in der letzten Lecker Zeitschrift ein Rezept für einen ganz einfachen Kürbiskuchen auf knusprigem Keksboden zu finden war. Der Kuchen kommt komplett ohne Mehl aus und ist aufgrund des enthaltenen Kürbis sehr saftig. Deshalb ist er auch nach 3-4 Tagen immernoch super lecker (wenn bis dahin noch etwas übrig ist!). Perfekt also für so ein langes Wochenende... 

Und was macht man mit übrig gebliebenem Kürbis? Warum nicht einmal Kürbisspätzle, gebackene Kürbisspalten oder eine leckere Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch?


Kürbiskuchen auf Keksboden


Dauert cirka: 2 Stunden 
Reicht für: eine Springform ø 26 cm 
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75 g Butter
250 g Haferkekse (z.B. kernige Hobbits)
500 g Hokkaido (abgewogen 380 g) 
3 mittelgroße EIer
100 g Zucker
1 Pck Vanileezucker
Prise Salz
100 ml Rapsöl
300 g griechischer Joghurt
2 TL Backpulver
etwas Puderzucker
 
Die Springform fetten und die Butter schmelzen. Die Kekse für den Boden zerkrümeln. Hierzu entweder einen kleinen Multihacker verwenden oder die Kekse einfach in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Topf oder einem Nudelholz zerbröseln. Nun die fein zerkrümelten Kekse gut mit der geschmolzenen Butter verkneten und die Masse ohne Rand in die Springform drücken. Diese wird anschließend cirka 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt.

Den Kürbis waschen, halbieren, entkernen und 380 g abwiegen. Diese mit Schale würfeln und in 200 ml in einem kleinen Topf aufkochen und bei geschlossenem Deckel cirka 8 Minuten (je nach Größe der Würfel) weich kochen. Die Kürbiswürfel anschließend abgießen und komplett auskühlen lassen. Sobald der Kürbis abgekühlt ist, kann man ihn mit einem Stabmixer fein pürieren.  

Nun können in einer großen Rührschüssel unter Zuhilfenahme eines Handrührgerätes Eier, Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz cremig aufgeschlagen werden. Das Öl anschließend unter Rühren einlaufen lassen. Den Joghurt und das Backpulver gut unterrühren und die pürierte Kürbismasse hinzufügen. Nun kann der Teig auf den kalten Bröselboden gegeben werden.

Den Kuchen in der Mitte des vorgeheizten Ofens bei 178 °C Ober- und Unterhitze cirka 60 bis 75 Minuten backen. Sollte er nach cirka 40 Minuten zu dunkel werden, kann man ihn mit etwas Küchenrolle abdecken (Neuer Tipp aus dem Backbuch von Cynthia Barcomi, da Alufolie den Kuchen nicht atmen lässt).

Die Form nach dem Backen zum Abkühlen auf ein Gitter setzen und den Kuchen komplett auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben. Da der Kuchen jedoch sehr feucht ist, hält der Puderzucker nicht sehr lange...   

Sonntag, 29. September 2013

Kaiserschmarren

... oder "Sonnenersatz für den Herbstblues"


Was gibt es schöneres als nach einer Wanderung oder schönen Mountainbike Tour bei diesem herbstlichen Wetter mit einer leicht gekühlten Nasenspitze nach Hause zu kommen und sich den Nachmittag statt mit Kaffee & Kuchen mit einem leckeren warmen Kaiserschmarren zu versüßen?

Für mich ist der Herbst die ideale Jahreszeit für Leckereien wie Waffeln, Kaiserschmarren und Co. Das Rezept stammt aus einem "Kaiserschmarren Kochkurs", den ich vor Jahren während eines Seminars in Salzburg als Freizeitprogramm machen durfte. Das Rezept ist also original aus Österreich, die von den einen geliebten von den anderen verhassten Rosinen habe ich jedoch weg gelassen (ich gehöre nämlich zu letzterer Gruppe :-). 


Ein Rezept auf den Herbst! Der Winter kommt ja sowieso viel zu schnell…


Österreichischer Kaiserschmarren


Dauert cirka: 0,5 Stunden 
Reicht für: 4 Portionen 
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8 Eier
60 g + etwas Zucker
cirka 1/2 l Milch
240 g Mehl
1 Prise Salz
etwas Butter
etwas Rum (nach Belieben)
 
Die Eier trennen und aus den Eiweißen einen schönen steifen Schnee schlagen und zur Seite stellen. Nun aus den Eigelben zusammen mit Zucker, Mehl, Salz und Milch einen Teig rühren. Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben, damit der Schmarren später schön luftig aus der Pfanne kommt.

In einer großen Pfanne etwas Butter erhitzen und den Schmarren darin backen. Die Hitze sollte hierbei nicht zu stark sein, da der Schmarren sonst schnell anbrennt. Sobald die Unterseite leicht bräunlich ist, muss er vorsichtig gewendet werden. Nach dem Wenden fertig backen und mit Zuhilfenahme von zwei Holzlöffeln in grobe Stücke reißen. Mit cirka einem EL Zucker bestreuen und einen Schuss Rum hinzufügen. Da der Zucker karamellisiert, bekommt der Schmarren einen schönen leichten Karamell-Geschmack. Der Rum kann natürlich weg gelassen werden!

Mit Apfelkompott, Kirschen oder pur mit Puderzucker warm genießen! 

Mittwoch, 24. April 2013

Baklava

... oder "Süß - Süßer - Baklava!"

Im Februar war es kalt in Deutschland. Ziemlich kalt sogar. Und an einem verschneiten Wochenende im Februar war ich in .... Dubai & Abu Dhabi! Während ich die letzten Jahre aufgrund des Reiseziels eher in Mai und Juni im Urlaub war und den Winter tapfer in Deutschland verbracht habe, konnte ich ihm dieses Jahr zumindest ein paar Tage entfliehen (das der Winter diese Tage doppelt und dreifach hinten anhängt, konnte ich ja auch nicht ahnen :-)

Das ich arabisches Essen mag, wusste ich bereits vor dem Urlaub. Aber die wenigen Tage in den Emiraten waren für mich kulinarisch wirklich der Hammer! Um diese Eindrücke zu verarbeiten, habe ich mich deshalb dieses Jahr an meinem Geburtstag für ein "Mittagessen aus 1001 Nacht" entschieden. Es hat sich gelohnt, alles war lecker, reichlich und hat für Begeisterung in der Familie gesorgt, obgleich ich auch gefühlte 1001 Nächte in der Küche zugebracht habe...

Nun werde ich die nächsten Wochen ein paar der Rezepte meiner Geburtstagsfeier veröffentlichen. Ganz unorthodox fangen wir mit dem krönenden Abschluss an... 

Was könnte es anderes sein als zuckersüße Baklava?  



Baklava mit Walnüssen

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: Eine große Auflaufform
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1 l fein gehackte Walnüsse (4 cups)
125 ml Zucker (0,5 cups)
1 TL Zimt
1 Pckg Yufka-Teig
250 ml geschmolzene Butter (1,25 cups)

400 ml Zucker (1,5 cups)
250 ml Wasser (1 cup)
75 ml Honig (0,25 cups)
0,5 TL Zitronenabrieb
2 EL Zitronensaft
1 Zimtstange

Die gehackten Walnüsse mit Zucker und Zimt vermischen und zur Seite stellen. Den Backofen auf 200°C vorheizen (Ober-Unterhitze).

Den Yufka-Teig in 6 der Größe der Auflaufform entsprechende Platten zurecht schneiden. Die Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen und die erste Lage Teig hinein legen. Diese wieder mit Butter bestreichen und eine zweite Lage darüber legen. Auch diese Lage wieder mit Butter bestreichen und die Hälfte der Walnuss-Mischung darauf verteilen. Nun in der gleichen Systematik (Teig - Butter - Teig - Butter) zwei weitere Lagen Teig in die Form schichten und den Rest der gehackten Nüsse darauf verteilen. Die Auflaufform mit den  restlichen zwei Teigplatten abdecken (nicht vergessen: Teig - Butter - Teig - Butter!!!). Die restliche flüssige Butter gleichmäßig über den Teig verteilen. Die Baklava nun mit einem scharfen Messer in Rauten oder Vierecke schneiden.

Das Ganze wird nun in der Mitte des heißen Ofens cirka 40 Minuten goldbraun gebacken. Falls der Teig schon vorher zu dunkel erscheint, die Auflaufform mit Alufolie abdecken. 

Für den Zuckersirup alle Zutaten in einem Topf erhitzen und cirka 20 Minuten zu einem Sirup einkochen lassen. Den Sirup anschließend gleichmäßig über die noch warmen, aber nicht mehr heißen Baklava gießen und abkühlen lassen.

Dazu noch ein starker Espresso, eine arabische Dattel und das Dessert ist perfekt!

Dienstag, 26. Februar 2013

Kokos-Blaubeer-Träumchen vom Blech

Seit Kurzem bin ich stolzer Besitzer der neuen "Lecker - Bakery N° 1" und wie bei den Heften zuvor bin ich restlos begeistert und würde am Liebsten jeden Tag irgendetwas anderes Backen. In einem zwei Personen Haushalt ist das natürlich etwas schwierig, es sei denn man entscheidet sich dieses Jahr auf die Bikini Figur zu verzichten.

Da am Wochenende aber gleich zweimal Besuch angekündigt war, habe ich meine Chance ergriffen und die "Blueberry Coconut Bars" zu einem Blechkuchen umgewandelt. Das Rezept ist ein kleines bißchen abgewandelt, da ich keine Creme Double bekommen konnte. Aber wie immer hat "Lecker" ein zuverlässiges Rezept geliefert, es hat alles super funktioniert und der Kuchen wurde wirklich ein kleines Kokos-Blaubeer-Träumchen. Und er hat ja kaum Kalorien -  ist ja Obst drinnen ;-)

Mhmmm.... was backe ich dann als nächstes? Vielleicht die Oreo Choco Cheese Cupcakes, Apple Carrot Cake oder vielleicht Buchteln mit Karamellnüssen?


Kokos-Blaubeer-Träumchen vom Blech

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: ein Backblech

400 g weiche Butter
400 g + 80 g Zucker
4 mittelgroße Eier
500 g Mehl Typ 450
2 TL Backpulver
Saft von 4 Limetten oder Limettendirektsaft
1440 ml Heidelbeeren aus dem Glas
60 g Speisestärke
200 g Kokosraspel
100 ml Sahne
100 g Mascarpone


Den Backofen auf 150 °C vorheizen und das Backblech einfetten. Die Butter mit 400 g Zucker cremig rühren und die Eier nacheinander dazu geben. In einer seperaten Schüssel Mehl und Backpulver vermischen und nach und nach zu der Buttermasse rühren. Den Teig auf das Backblech streichen und in der Mitte des Ofens cirka 20 Minuten goldgelb backen.

Während der Boden im Ofen ist, den Limettensaft mit den Heidelbeeren inklusive Saft in einem Topf aufkochen. Anschließend wird das Kompott mit der in 2 EL kaltem Wasser glatt gerührten Stärke gebunden. Dies cirka 2 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Für den Guß die restlichen 80 g Zucker, Kokosrapeln, Sahne und Mascarpone verrühren.

Um zu vermeiden, dass das Kompott über den Rand des Backblechs läuft, kann man aus Alufolie einen Rand falten und diesen wie nachfolgend dargestellt zwischen den vorgebackenen Boden und das Backblech klemmen.



Das Heidelbeerkompott gleichmäßig auf dem Boden verteilen und den Kokos-Guß gleichmäßig darüber streuen. Den Kuchen anschließend noch cirka 15 - 20 Minuten im Ofen backen. Und fertig ist das Frühjahrs-Träumchen...


Sonntag, 3. Februar 2013

Cheesecake mit Dulce de Leche auf Shortbread-Boden

Es gibt einige Kuchenklassiker, mit welchen man Groß und Klein doch immer wieder begeistern kann. Vorausgesetzt sie sind gut gemacht! Manche dieser Klassiker wie Frankfurter Kranz oder Donauwelle sind bezüglich des Rezeptes jedoch wenig wandelbar. Für den guten alten Käsekuchen gilt dies allerdings nicht. 

Das fängt ja bei der Basis schon an. Es gibt Böden aus Keksen, aus Mürbeteig oder aus Biskuit. Dann kommt das Topping - die Käsemasse. In Deutschland klassischerweise aus Quark, in Italien aus Ricotta und in USA und Kanada aus Frischkäse. Soviel zum "Grundkuchen". Nun gibt es Versionen die gebacken werden und andere die nicht gebacken werden. Wenn wir nun noch die verschiedenen Möglichkeiten von Füllungen und Belägen wie frischem Obst, Schokolade etc hinzufügen, kommen wir bei zahlreichen möglichen Versionen an. 

Normalerweise bin ich ja auch eher der experimentierfreudige Typ in der Küche, aber wenn es um Käsekuchen geht, hat sich bei mir ein Grundrezept etabliert. Hierbei tendiere ich zur amerikanischen Version, basierend auf einer Frischkäsemasse mit Vanillegeschmack. Durch die Zugabe von Magerquark wird die Masse weniger schwer und das leichte Vanillearoma passt zu jeglicher Form von Toppings wie Erdbeeren, Himbeeren oder wie im nachfolgenden Fall Dulce de Leche. 

Dulce de Leche ist eine lateinamerikanische Creme aus Milchkaramell, ähnlich einer sehr dicken Karamellsoße. Die Creme ist sehr sehr süß und hat einen intensiven Karamellgeschmack. Man kann sie entweder in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften kaufen oder ziemlich einfach selbst herstellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur eigenen Herstellung. Ich finde es am Einfachsten die Dose gezuckerte Kondensmilch geschlossen in Wasser cirka zwei Stunden zu kochen. Eine andere Variante ist die Kondensmilch in Twist-Off Gläser zu füllen und diese im Wasserbad zu kochen bis die Masse eingedickt ist. Ich habe beide Möglichkeiten probiert, bevorzuge jedoch die geschlossene Dose, da das Ergebnis gleichmäßiger geworden ist. Die Creme passt zu Desserts, als Brotaufstrich oder Füllung von Keksen und Torten.   

Und nun das Rezept für einen Cheesecake, wie ich ihn mag - an Familie und Kollegen getestet und für gut befunden :-)



Cheesecake mit Dulce de Leche auf Shortbread-Boden

Dauert cirka: 1 Stunde 
Reicht für: eine Springform ø 26 cm

200 g Shortbread Kekse (alternativ Butterkekse)
70 g Butter
0,5 TL Salz
125 g Zucker
250 g Magerquark
600 g Frischkäse (Doppelrahm Stufe)
3 Eier
1 Vanilleschote
Dulce de Leche aus einer Dose Kondensmilch (siehe unten)


Den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen. Die Butter zerlassen. Die Kekse in einem Mixer zerkümeln. Wer keinen Mixer hat, benutzt einen großen Gefrierbeutel und zermahlt die Kekse mit einem Nudelholz. Anschließend die Butter gut mit den Kekskrümeln und dem Salz vermischen. Mit den Händen in die Springform drücken und dabei keinen Rand lassen. Den Boden 10 Minuten im Ofen vorbacken, danach etwas auskühlen lassen und mit der Hälfte der Dulce de Leche bestreichen.

Anschließend Zucker, Quark, Frischkäse und Eier mit einem Handrührgerät zu einer homogenen Masse mixen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark in die Masse rühren. Die ausgekratzte Vanilleschote kann man mit Zucker in ein kleines Gläschen geben und erhält aromatisierten Vanillezucker. 

Die Hälfte der Masse gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Nun den Rest der Dulce de Leche auf der Masse verteilen. Die restliche Käsemasse darüber geben und die Form etwas rütteln, damit Luftbläschen entweichen können. Den Kuchen cirka 40 Minuten im mittleren Teil des Ofens auf einem Rost backen. Sollte er zu dunkel werden, die Form mit etwas Alufolie abdecken. 

Nach dem Backen sofort den Rand mit einem Messer lösen, die Springform aber geschlossen lassen. Durch das Lösen mit dem Messer ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass der Kuchen während des Abkühlens reisst. Den Cheesecake unbedingt bei Zimmertemperatur komplett abkühlen lassen und erst dann in den Kühlschrank stellen. Am Besten schmeckt er leicht gekühlt.



Dulce de Leche

1 Dose gezuckerte Kondensmilch (zum Beispiel von Nestle "Milch Mädchen" 400 g) in Wasser zwei Stunden köcheln. Wichtig hierbei ist, dass die Dose immer komplett mit Wasser bedeckt ist. Am Besten beschwert man sie mir einem kleineren Topf und prüft zwischenzeitlich immer den Wassserstand. Die Dose nach zwei Stunden komplett abkühlen lassen bevor sie geöffnet wird. Anschließend die Creme in ein sauberes Glas umfüllen oder gleich verarbeiten.

Samstag, 26. Januar 2013

Orangen Curd

Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus (oder frage nach Salz und Tequila, aber das kommt ganz auf die Tagesform und den Zeitpunkt an :-). 

Und wenn dir das Leben Orangen gibt? Dann könntest du Orangen Curd daraus machen.

"Curd" ist ein cremiger, britischer Brotaufstrich aus Zitrusfrüchten, Butter, Eiern und Zucker. Am meisten verbreitet ist die Version mit Zitronen, das Lemon Curd. Neben der Verwendung als Brotaufstrich, kann man die Creme beispielsweise zum Füllen von Kuchen und Muffins verwenden (eignet sich auch sehr gut für die Weihnachtsbäckerei), als Basis für verschiedenste Desserts, ein Löffelchen in den Müsliquark geben, very british zum Afternoon Tea auf Scones schmieren oder das Curd einfach pur aus dem Glas löffeln... Der Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt! 

Sehr, sehr wichtig ist die Verwendung ganz frischer Eier und unbehandelter Zitrusfrüchte, da sowohl Saft als auch die Schale verwendet werden. Die Zubereitung ist an sich einfach, durch das Schlagen der Masse über dem Wasserbad jedoch etwas zeitaufwendig. Da das Curd gekühlt nur bis zu vier Wochen haltbar ist, sollte man nur kleine Mengen herstellen oder Freunde & Familie mit einem Gläs'chen beglücken. 


Orangen Curd

Dauert cirka: 40 Minuten
Reicht für: 2 kleine Marmeladengläser, etwa 450 g

3 Bio Orangen
Saft einer halben Zitrone
200 g Zucker
100 g Butter
3 Eigelb
1 Prise Salz


Die Orangen waschen. Die Schale mit einem Zestenreißer abziehen, die Orangen halbieren und den Saft auspressen. Beides in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten verrühren und über einem Wasserbad langsam erhitzen. Die Mischung so lange rühren bis sie cremig ist und zäh an einem Löffelrücken abfließt. Das sollte cirka 20 Minuten dauern. Die Konsistenz erinnert etwas an Pudding. In saubere Gläser abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Donnerstag, 8. November 2012

Apple Crumble - a british classic

So mancher mag ja der Überzeugung sein, dass die englische Küche nichts Geschmackvolles zu bieten hat. 
Das Selbe gilt ja auch für das Wetter...

Stimmt aber nicht. 

Meiner Ansicht nach unterscheidet sich die britische Küche nicht zu sehr von der klassischen deutschen: Fleisch dominiert beide und verwendete Obst- und Gemüsesorten liegen auch nicht weit auseinander. Während meiner Zeit im Königreich durfte ich die Insel von ihrer schönen Seite kennen lernen, das gilt sowohl für die Küche als auch das Wetter :-)

Ein klassischer britischer Nachtisch ist der Crumble. Einen Crumble kann man theoretisch mit allem machen: Obst, Gemüse, Haferflocken, Nüsse - was eben gerade so da ist. Bei der Recherche für diesen Post bin ich über die Information gestolpert, dass es Crumble erst seit dem zweiten Weltkrieg gibt, weil es durch starke Regulierung zu wenig Ressourcen gab, um einen ganzen Teig für einen Pie zu machen. Es ist ja oft so, dass die köstlichsten Dinge eigentlich aus "Arme-Leute-Essen" entstanden sind...

Hier nun ein Rezept für einen Ruck-Zuck Apple Crumble mit knusprigen Streuseln und zimtigen Apfelstückchen.



Apple Crumble

Dauert cirka: 20 Minuten
Reicht für: 2 Förmchen

1 Apfel (keine säuerliche Sorte)
Zimt & Zucker
Gemahlener Ingwer
Orangenabrieb
60 g Mehl
30 g Butter
30 g Brauner Zucker

Den Ofen auf 190°C Heißluft vorheizen.

Den Apfel halbieren, entkernen und in nicht zu kleine Würfel schneiden. In jedes Förmchen einen halben Apfel geben. Mit etwas Orangenabrieb, Zimt, Zucker und einer Prise Ingwer würzen. Das ist ja etwas Geschmackssache, deswegen an dieser Stelle keine genauen Mengenangaben.


Für die Streusel Mehl, Butter und Zucker in einer Schüssel mit den Händen zu Streuseln verreiben. Die Apfelstücke mit den Streuseln bedecken und cirka 30 Minuten im Ofen backen, bis die Streusel goldbraun sind.

Unbedingt noch warm löffeln. Dazu passt sehr gut eine Kugel Eis, Vanillesauce oder der klassische englische Custard. 


Donnerstag, 4. Oktober 2012

Schokoladenbrownie mit Thymian-Kirschen und weißem Schokoladenguß

Schokoladenkuchen - das kleine Schwarze des Bäckers...

In vielen verschiedenen Kulturen gibt es ihn in irgendeiner Form. In Frankreich die Tarte au Chocolat, in Österreich die Sachertorte oder in den USA der Brownie. Als ich vor ein paar Jahren in den Genuss eines 6wöchigen USA Aufenthaltes während des Studiums kam, lernte ich was man aus Schokolade alles backen kann... Triple Chocolate Muffins, Double Chocolate Chip Cookies, Brownies...

Für mich ist bei jeglicher Form von Schokoladenkuchen die "Saftigkeit" das Wichtigste. Wenn ein Kuchen schon zerbröselt, wenn man mit der Gabel hinein sticht, vergeht mir ehrlich gesagt die Lust. Damit der Kuchen saftig wird, ist es wichtig, dass der Teig nicht einfach nur mit Kakao gefärbt wird, sondern der Teig mit geschmolzener Schokolade zubereitet wird... So auch bei dem folgenden Rezept für einen Schokoladenbrownie der ganz ohne Mehl auskommt!

Die Idee für das Rezept stammt aus der zweiten "Post aus meiner Küche"-Runde mit dem Thema "Very berry". Meine Tauschpartnerin hat mir einen Brownie mit Himbeeren und einem weißen Schokoladenguß geschickt. Also warum einen normalen Brownie nicht einmal zu einem Kuchen umwandeln? Und siehe da! Er sieht verführerisch aus, schmeckt sündig schokoladig, sollte jedoch nur in Maßen genossen werden... Medizin für die Schokoholics unter uns :-)

Schokoladenbrownie mit Thymian-Kirschen und weißem Schokoladenguß

Dauert cirka: 1,5 Stunden
Reicht für: eine Springform ø 26 cm


300 g dunkle Schokolade (mind. 70%)
150 g Butter gewürfelt
50 g Kakaopulver gesiebt
4 große Eier
200 g Zucker
100 g Walnüsse gehackt

300 g Kirschen aus dem Glas

70 g Zucker
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
1 Prise Salz
2 EL Speisestärke
2-3 Zweige Thymian

150 ml Creme Fraiche

70 g Butter
300 g weiße Schokolade


Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die zerbrochene Schokolade zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen und das Kakaopulver einrühren. Die Masse etwas abkühlen lassen. Die Eier in einer Schüssel schaumig rühren. Den Zucker zugeben und kräftig schlagen, bis die Mischung locker und schaumig ist und ihr Volumen verdoppelt hat. Die abgekühlte Schokoladenmischung und die gehackten  Nüsse hinzufügen. Den Teig in die gefettete Springform geben und gleichmäßig verteilen. Im vorgeheizten Ofen cirka 25-30 Minuten backen bis sich der Brownie an der Oberseite fest anfühlt, darunter aber noch weich ist. In der Form abkühlen lassen.

Für die Füllung die Kirschen abgießen und dabei 100 ml Saft auffangen. Die Kirschen groß zerhacken und mit dem Saft, Zucker, Zitronensaft, Salz und Thymian aufkochen. Speisestärke mit etwas Wasser anrühren und die Kirschen abbinden. Bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen, damit die Stärke anzieht. Die Füllung auf dem Brownieboden verteilen und den Kuchen für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

In der Zwischenzeit die Creme Fraiche und die Butter in einem Topf aufkochen. Die weiße Schokolade fein hacken, in eine Schüssel geben und die heiße Creme-Fraiche-Mischung darübergießen. Alles verrühren, bis die gesamte Schokolade geschmolzen ist. Die Creme vorsichtig auf den abgekühlten Boden gießen. Den Kuchen nochmals mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.

Den Kuchen mit Schokoladenspänen dekorieren und in kleinen Stücken servieren - Sünde pur! 



Samstag, 28. August 2010

Himbeer Tiramisù

Tiramisù ist das Dessert der italienischen Küche. Wie bei Tomatensauce und Co. wird hier wahrscheinlich jede "Mamma" ihr eigenes Familienrezept besitzen... Klassischerweise besteht das Dessert aus in Espresso eingeweichten Löffelbiskuits (ggf. mit Amaretto aromatisiert), darüber dann eine mit Kakaopulver bestäubte Mascarpone Creme. Ich gebe zu "leicht" ist etwas Anderes, jedoch ist diese Eigenschaft meiner Meinung nach bei einem Dessert eher nebensächlich. Dessert bedeutet Genuss und der sollte in Maßen auch erlaubt sein. Die Menge macht das Gift... 

In letzter Zeit sieht man immer öfter verschiedenste Tiramisù-Obst-Variationen. Am Besten hat mir die Version gefallen, die es letztes Wochenende auf einer Geburtstagsfeier gab: Himbeer Tiramisù. Ich habe das ganze fotografisch verewigt und mir das Rezept geben lassen, welches ich euch natürlich nicht vorenthalte! Ein Tipp von der Zubereiterin: Nicht am Vortag zubereiten, da es ansonsten etwas verwässert.


Himbeer Tiramisù

Dauert cirka: 0,5 Stunden
Reicht für: eine große Auflaufform


650 g gefrorene Himbeeren
250 g Löffelbiskuits
5 EL Himbeergeist
500 g Schlagsahne
750 g Magerquark
500 g Mascarpone
170 g Zucker
4 Päckchen Vanillezucker
Mark von einer Vanilleschote
125 ml Milch
Schokoladenraspel


Die Himbeeren auftauen und einige zur Seite legen, um das Tiramisù später damit zu dekorieren. Die Auflaufform mit den Löffelbiskuits auslegen und mit Himbeergeist beträufeln  und ein wenig durchziehen lassen. Die Sahne steif schlagen. Den Magerquark mit der Mascarpone, Zucker, Vanillezucker, Vanillemark und Milch verrühren. Die Sahne unterheben.

Ein Tipp zum Vanillemark: Am Besten bekommt man es wenn man die Vanilleschote längs einschneidet (ein- nicht durchschneiden!) und das Mark anschließend mit der Rückseite eines Messers herausstreift, während man die Schote an einem Ende festhält.

Nun die Himbeeren mit der Creme auf die Löffelbiskuits schichten und das Tiramisù kalt stellen. Kurz vor dem Servieren mit Himbeeren und Schokoladenraspeln dekorieren. 

Und dann nur noch genießen....


Donnerstag, 19. August 2010

California Cinnamon Twists

Es war im Mai diesen Jahres auf dem Highway One Richtung Norden nach San Francisco als wir an einem Punkt namens "Big Sur" an der kleinen Big Sur Bakery vorbei kamen... Von Außen strahlte uns kalifornische Gelassenheit entgegen, Innen erwartete uns der Traum aller Süßmäulchen: Große Cookie Jars mit verschiedensten Schokoladensünden, kleine Blätterteigstückchen und mein absoluter Favorit: Cinnamon Twists!

Da ich ein absoluter Zimt-Fan bin, habe ich mir seither vorgenommen diese leckeren Zimtstangen nachzubacken. Hier also mein Resultat und der gelungene Versuch ein bißchen Urlaub zurück in den Alltag zu bringen... 

California Cinnamon Twists

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: etwa 20 Stück
1 Becher Sauerrahm
3 EL Zucker
1/8 TL Natron
1 TL Salz
1 Hefewürfel
1 Ei
2 EL Butter oder Margarine
750g Mehl
75g brauner Zucker
2 TL Butter
1 TL Zimt



Zuerst den Sauerrahm erwärmen und ihn lauwarm(!) mit Zucker, Natron, Salz und Hefe vermischen. Anschließend mit dem Ei, der Butter oder Margarine und dem Mehl zu einem Teig verkneten. Sollte der Teig zu klebrig sein einfach ein bißchen mehr Mehl untermischen. Den Teig cirka 5-10 Minuten gehen lassen.

Nun den Teig ausrollen und eine Hälfte mit der Mischung aus braunem Zucker, Butter und Zimt bestreichen. Danach den unbestrichenen Teil des Teiges auf den bestrichenen Teil legen und in cirka 2,5cm lange Streifen schneiden. Die Streifen jeweils am Ende festhalten und entgegengesetzt zueinander drehen um ihnen die Form von Twists zu geben. Ich gebe zu dass dies eine ziemlich klebrige Angelegenheit ist - aber es lohnt sich!



Anschließend die Twists cirka eine Stunde auf einem eingeölten oder mit Backpapier ausgelegten Blech gehen lassen. Vorsicht - die Twists nicht zu nahe aneinander legen, sonst backen sie zusammen...



Im vorgeheizten Ofen bei 180° Heißluft cirka 15 Minuten backen und am Liebsten noch warm genießen ;-)