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Sonntag, 3. März 2013

Pizzabelag 2.0 - Sucuk & Feta

...oder "Es muss nicht immer Salami-Schinken-Käse sein"

Ich esse gerne Pizza. Das geht doch fast jedem so, oder? Und seit der Entdeckung des weltbesten Teigrezeptes esse ich auch gerne Pizza zu Hause, selbstgemacht versteht sich. Das Rezept für den Teig und die Basissauce aus Jamie Oliver's "Genial Italienisch" habe ich euch ja bereits verraten. Nun folgt heute eine weitere, orientalische Inspiration für den Belag - Sucuk. 

Sucuk ist eine türkische Rohwurst. Man bekommt sie zum Beispiel in türkischen Supermärkten, sie wird üblicherweise in Form eines Kringels verkauft. Sucuk ähnelt von der Konsistenz her einer Salami, enthält aber natürlich kein Schweinefleisch. Im Gegensatz zu unserer Salami ist sie orientalisch mit Kreuzkümmel, Knoblauch und Pfeffer gewürzt. Man isst sie jedoch nicht roh, sondern brät sie vor dem Verzehr an. Von hier an sind die Verwendungsmöglichkeiten vielseitig, zu Rühr- und Spiegelei, Reispfannen, mit oder in Fladenbrot oder eben als Pizzabelag. Hierbei muss sie jedoch vorher nicht gebraten werden. Zusätzlich zu Sucuk wird die Pizza mit Feta belegt. Unbedingt darauf achten, dass es sich um echten Feta handelt, alles andere (z.B. "Balkankäse") ist aus Kuhmilch und deshalb weniger geschmacksintensiv. Wer keinen Schafskäse mag, kann aber natürlich hierauf zurück greifen.


Pizza mit Sucuk und Feta Käse

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: 1 Backblech

Pizzateig und Basissauce für ein Blech
Ein Kringel Parmak Sucuk (cirka 170 g)
1 Päckchen Feta Käse (200 g)
Thymian & Oregano
1 Hand voll geriebener Emmentaler
einige Basilikumblätter


Den Pizzateig und die Basissauce wie im Rezept beschrieben zubereiten und den Backofen auf 250 °C Umluft vorheizen. Den Teig für die Größe eines Backbleches ausrollen und mit der Sauce bestreichen. Die Sucuk Wurst in dünne Scheiben schneiden und die Pizza gleichmäßig damit belegen. Den Feta Käse krümelig darüber streuen. Die Pizza nun gleichmäßig mit Thymian und Oregano bestreuen und anschließend den Emmentaler darauf verteilen. Die Pizza im unteren Drittel des Ofens nun cirka 10 Minuten backen und vor dem Verzehr mit frischem Basilikum garnieren.  

Sonntag, 20. Januar 2013

Lieblingspizza mit Rucola und Bresaola & ultra-knoblauchiges Pizzabrot

Pizza mag ja so ziemlich jeder. Das mag zum Einen daran liegen, dass es so viele Varianten gibt, dass für jeden etwas dabei sein sollte. Zum Anderen ist Pizza aber das absolute Nummer 1 Fertiggericht. Schade eigentlich, denn selbst gemachte Pizza ist nicht nur deutlich gesünder, sondern auch geschmacklich wesentlich besser als ihre Tiefkühlkollegen. Und man weiß 100%ig was drin ist... 

Vor einigen Jahren habe ich das Buch "Genial Italienisch" von Jamie Oliver gekauft, nachdem ich die dazugehörige Sendereihe im Fernsehen gesehen hatte. Der Pizzateig aus diesem Buch hat uns vom ersten Moment an überzeugt, deswegen sind wir bei diesem Rezept geblieben. Das Gleiche gilt für die Tomaten-Grundsauce. Viele nehmen einfach passierte Tomaten als Basissauce für eine Pizza. Doch wenn man einmal eine richtige Sauce gekocht hat, merkt man, dass es geschmacklich viel ausmacht eine gut gewürzte Basis unter dem Pizzabelag zu verwenden. Die Sauce kann man außerdem gut auf Vorrat einkochen, d.h. entweder wie Marmelade kochend heiß in sterilisierte Gläser abfüllen und sofort verschließen oder die Sauce einfach portioniert einfrieren. Den Pizzateig haben wir schon oft nach dem Gehen als Kugel eingefroren. Dann kann man ihn einfach morgens bevor man das Haus verlässt zum Auftauen in den Kühlschrank legen und abends nach dem Feierabend ist ruckzuck eine leckere, frische Pizza fertig. 

Bezüglich des Belages haben wir eine Zeit lang ein bißchen experimentiert, aber eine Belag-Variation hat sich mittlerweile durchgesetzt. Meine Lieblingspizza beim Italiener ist die klassische Parma-Schinken & Rucola Kombination. Da wir keinen Parma-Schinken bekommen hatten, probierten wir das Ganze mit Bresaola (italienischer luftgetrockneter Rinderschinken) - und siehe da, es war köstlich. Man kann die Pizza noch mit Parmesan Spänen verfeinern oder, so wie ich es am Liebsten mag, Gorgonzola hinzufügen. 

Ein Blech reicht für 2 Personen in der Regel aus. Wer jedoch Lust auf einen Appetizer hat, kann vorher aus der Hälfte des Teiges ein Pizzabrot mit Knoblauch backen. Das macht sich auch auf jeglicher Feier gut, (wenn alle mitessen :-)


Die Basis-Sauce

Dauert cirka: 40 Minuten
Reicht für: 2 Backbleche

Olivenöl
1 Knoblauchzehe, in dünnen Scheiben
10-15 Basilikumblätter, gehackt
1 Dose gestückelte Tomaten (400 g)
Salz & Pfeffer
1 Prise Zucker

Der Teig

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: 2 Backbleche 

400 g Weizenmehl 550
100 g Hartweizengrieß
1 TL Meersalz, gemahlen
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Rohrzucker
325 ml lauwarmes Wasser

Der Belag

Dauert cirka: 10 Minuten
Reicht für: 1 Backblech

Eine Handvoll geriebener Emmentaler
10 dünne Scheiben Bresaola
6 Champignons, in Scheiben
Gorgonzola
Rucola

Für die Sauce den Knoblauch in Olivenöl in einem kleinen Topf goldbraun anschwitzen. Anschließend Basilikum und Tomaten hinzufügen und die Sauce cirka 20-30 Minuten einkochen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. 

Für den Teig Hefe und Zucker mit einer Gabel in lauwarmes Wasser einrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Mehl, Grieß und Salz vermischen und auf der Arbeitsplatte häufen. In der Mitte eine Mulde formen, in welche die Hefemischung gegossen wird. Das umliegende Mehl langsam mit einer Gabel mit der Hefe mischen. Sobald das Mehl verarbeitet ist und die Mischung mit einer Gabel nicht mehr zu bearbeiten ist, den Teig mit den Händen kräftig durchkneten. Dies sollte cirka 10 Minuten dauern.

Die Teigkugel anschließend mit Mehl bestäuben, in eine Schüssel legen und zugedeckt cirka 15 Minuten gehen lassen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Teig besser wird, wenn man ihn anschließend noch einmal durchknetet und wieder 15 Minuten gehen lässt.

Den Teig halbieren und die Hälften mit einem Nudelholz auf Backblechgröße ausrollen. Ein Backblech mit Olivenöl bepinseln und mit Gries bestreuen. Den Teig darauf geben und mit der Hälfte der Basis-Sauce bestreichen. Nun erste den geriebenen Käse gleichmäßig auf der Pizza verteilen und anschließend die Hälfte des Bresaola, die Champignons und den Gorgonzola auf dem Teig verteilen. 

Die Pizza cirka 7-10 Minuten im 250 °C heißen Ofen bei Umluft im unteren Drittel backen. Vor dem Verzehr mit Rucola und den restlichen Bresaola Scheiben toppen. 


Knoblauchbrot

Dauert cirka: 15 Minuten
Reicht für: 1 Backblech 

Pizzateig für ein Blech
1-2 Knoblauchzehen
Olivenöl
1 EL gehackte Petersilie
Salz & Pfeffer

Den Teig dünn ausrollen. Den Knoblauch fein hacken und mit Olivenöl und Salz auf einem Teller mit einer Gabel zu einer Paste zerdrücken. Den Pizzaboden mit der Paste bestreichen. Mit Pfeffer und gehackter Petersilie bestreuen und cirka 7 Minuten im 250 °C heißen Ofen bei Umluft im unteren Drittel backen.