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Sonntag, 24. November 2013

Cookies mit Haferflocken, Cranberries und Schokolade

... oder "Weg-mit-dem-Herbstblues-Kekse"


Kalt + Nass = BÄH! 

Nachdem das Wetter in den letzten Tagen beste Voraussetzungen für einen grundsoliden Herbsblues geschaffen hat, wird es Zeit dagegen an zu steuern. Was gibt es da Besseres als etwas Leckeres aus der Küche...? Für Plätzchen und Co ist es aus meiner Sicht noch etwas zu früh, deswegen habe ich mich entschieden mal wieder ein paar leckere Cookies zu backen. Das Rezept ist leicht abgewandelt aus Cynthia Barcomi's "Let's Bake", einem wirklich großartigen Buch zur American Bakery. Die Kekse haben es mit Mandeln, Haferflocken, Schokolade und Cranberries zwar in sich, wenn man sie jedoch teilt, bleiben halbe Kalorien und doppeltes Glück. Eine schöne Formel!


Cookies mit Haferflocken, Cranberries und Schokolade

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: 25 Stück
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140 g Mehl
0,5 TL Natron
0,25 TL Salz
140 g Butter
100 g weißer Zucker
100 g brauner Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
100 g kernige Haferflocken
200 g Edelbitter Schokolade
125 g getrocknete Cranberries
80 g Mandelstifte
Die getrockneten Cranberiies für 20 Minuten in warmem Wasser einweichen und anschließend abgießen. Währenddessen den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Schokolade wird grob gehackt (aber nicht größer als 0,5-1cm).

Mehl, Natron und Salz in einer kleinen Schüssel mischen. In einer größeren Schüssel nun die beiden Zuckersorten mit zimmerwarmer Butter mit einem Handrührgerät verrühren bis sich beide Zutaten gut vermischt haben. Nun das Ei und den Vanilleextrakt hinzufügen und gut vermischen. Anschließend können die Haferflocken, Cranberries, Schokoladenstücke und Mandelstifte dazu gegeben werden. Ab jetzt empfiehlt es sich das Ganze mit einem Teigschaber oder Holzlöffel zu bearbeiten da die Masse eher grobstückig und trocken ist. Nur solange rühren bis sich alle Zutaten ganz gut verteilt haben.

Pro Cookie einen gehäuften Esslöffel Teig auf das Backblech setzen, mit einer Gabel oder dem Löffelrücken etwas platt drücken und cirka 3 cm Absstand zwischen den Keksen lassen, da sie beim Backen noch etwas auseinander laufen. Am Besten sind 9 Kekse pro Backblech. 

Die Cookies nun auf der zweiten Schiene von unten cirka 12 Minuten goldgelb backen. Danach kann man sie nach einer kurzen Abkühlzeit auf ein Gitter zum Abkühlen setzen. Vorsichtig, denn die Kekse sind nach dem Backen noch ziemlich weich! 

Verzehrempfehlung: Mit einem Glas Milch oder einer heißen Schokolade, in eine Decke gekuschelt auf der Couch :-)

Freitag, 23. August 2013

Blaubeer-Tartelettes mit Vanillecreme

... oder "Ach Sommer, wenn du doch etwas länger bleiben könntest...!"

Ich liebe die Beerensaison! Egal ob mit Vanilleeis, in Müsli & Joghurt, als Crumble, in und auf Kuchen & Muffins, oder als Marmelade - Beeren sind großartig. Und weil mich seit längerem die Beerenauswahl auf dem Markt so anlacht, musste eine beerige Leckerei her... Da mein letztes Back-Rezept schon ein Weilchen her ist, habe ich mich dann also für Tartelettes entschieden. 

Ohne viel Schnickschnack, ganz klassisch: Mürbeteig - Blaubeeren - Vanillecreme und mit ganz viel Sommermelancholie gebacken - ach wenn man doch das Ganze Jahr Beerentartelettes backen könnte... seufz... 


Blaubeer-Tartelettes mit Vanillecreme

Dauert cirka: 0,5 Stunden
Reicht für: 4 mittelgroße Tartelettes oder eine große Tarte 
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250 g Mehl
125 g kalte Butter
50 ml kaltes Wasser
1 Eigelb
1 EL Zucker

200 g frische Heidelbeeren
200 g (1 Becher) Schmand
200 g (1 Becher) Creme fraiche
1 Eigelb
Mark einer halbe Vanilleschote
2 EL Zucker

Ein Stück Frischhaltefolie zurecht legen.

Das Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte eine kleine Mulde frei schieben. Hier nun die Butter in Würfeln, Wasser, Eigelb und Zucker hinein geben und das Ganze zu einem glatten Teig verkneten. Nach meiner Erfahrung geht es am besten mit den Händen, auch wenn es am Anfang etwas klebrig ist! Die Teigkugel nun in die vorbereitete Frischhaltefolie einschlagen und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, damit sich alle Zutaten schön verbinden können.

Die Förmchen vorbereiten. Sollten die Förmchen unbeschichtet sein, müssen sie etwas gefettet werden, damit sich die Tartelettes später schön lösen. Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die gut gekühlte Teigkugel nun in vier gleich große Portionen aufteilen und diese mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Jetzt kann man die Teigplatten in die Förmchen drücken. Zum sogenannten "blindbacken" werden die Tartelettes entweder mit etwas Backpapier ausgelegt und und mit Backerbsen beschwert oder der Boden gleichmäßig mit einer Gabel eingestochen. Die Tartelettes können nun 10-20 Minuten blindgebacken werden und sollten anschließend zur weiteren Verwendung etwas abkühlen. 

Die Heidelbeeren waschen und komplett trocknen, bevor diese auf die Tarteletteböden gegeben werden. Die Förmchen werden komplett mit einer Lage Heidelbeeren gefüllt. Aus Schmand, Creme fraiche, Eigelb, Vanillemark und Zucker eine Creme rühren und diese gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. 

Nun werden die Tartelettes nocheinmal cirka 20 Minuten im heißen Ofen backen. Die Dauer hängt etwas von den Förmchen ab. Meine Formen sind, wie man auf den Bildern sieht, ziemlich dick und brauchen zum Durchbacken aufgrund dessen etwas länger. Aufgrund dessen immer ein Auge auf den Ofen haben!

Die Tartelettes am Besten noch lauwarm aus der Form lösen oder in der Form komplett abkühlen lassen und direkt aus dem Förmchen löffeln. Am besten schmecken sie leicht gekühlt (...auf der Terasse in der Sonne...) :-)
   



Donnerstag, 21. März 2013

Unanständige "Slutty" Brownies

... oder "Das Drei-in-Eins amerikanischer Backkunst"

Schande über mein Haupt - ich gebe zu, dass ich meinen kleinen Blog in Kinderschuhen die letzten Wochen etwas vernachlässigt habe. An dieser Stelle keine Ausreden, aber das Versprechen mich wieder mehr zu kümmern!

Zur Versöhnung gibt es dafür heute einen Dreier der amerikanischen Backkunst - "Unanständige" Slutty Brownies. Über das Rezept bin ich mal wieder in der "Lecker - Bakery" gestolpert und musste es einfach ausprobieren. Wer kann schon zu einer Kombination aus Chocolate Chip Cookie, Oreo Keks und Brownie nein sagen? 

Leider begleitet den Bäcker bei dieser Kombination ein stetiges schlechtes Gewissen über die Dekadenz der Zutaten und den damit verbundenen Kaloriengehalt. Die Brownies sind wirklich teuflisch gut, aber sehr gehaltvoll. Deswegen sollte man die Stücke auch nicht zu groß schneiden und ganz gentleman-like die Brownies genießen sowie über Butter- und Schokoladengehalt schweigen... 

 

Slutty Brownies 

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: eine 20x25 Auflaufform

Keksteig
50 g Zartbitterschokolade
125 g Butter
175 g Zucker
Prise Salz
1 Ei
175 g Mehl
1 TL Backpulver

Brownie Teig
200 g Zartbitterschokolade
250 g Butter
3 Eier
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
75 g Mehl
Prise Salz

ca. 250 g Oreo Kekse

Zuerst wird der Keksteig als Boden der Brownies zubereitet. Dafür die 50 g Zartbitterschokolade grob hacken. Die zimmerwarme Butter mit Zucker und einer Prise Salz schaumig rühren. Das Ei dazu geben und untermischen. In einer separaten Schüssel Mehl und Backpulver mischen und mit der gehackten Schokolade unter die Ei-Butter-Zucker Mischung heben. Den relativ festen Teig in eine mit Backpapier ausgelegte eckige Back- oder Auflaufform streichen. Die Form sollte cirka 20x25 cm groß sein.

Die Oreo Kekse nebeneinander auf den Keksboden legen. Den Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen.

Für den Brownie Teig die Zartbitterschokolade im Wasserbad mit Butter schmelzen. Die Mischung leicht abkühlen lassen. Die Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Die geschmolzene Schokolade dazu geben und das Mehl mit einer Prise Salz unterheben. Den Brownie Teig auf dem mit Oreo Keksen belegten Boden verteilen und glatt streichen.

Die Brownies cirka 30-35 Minuten im Ofen backen und danach unbedingt vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren in nicht zu große Stücke schneiden.


Dienstag, 26. Februar 2013

Kokos-Blaubeer-Träumchen vom Blech

Seit Kurzem bin ich stolzer Besitzer der neuen "Lecker - Bakery N° 1" und wie bei den Heften zuvor bin ich restlos begeistert und würde am Liebsten jeden Tag irgendetwas anderes Backen. In einem zwei Personen Haushalt ist das natürlich etwas schwierig, es sei denn man entscheidet sich dieses Jahr auf die Bikini Figur zu verzichten.

Da am Wochenende aber gleich zweimal Besuch angekündigt war, habe ich meine Chance ergriffen und die "Blueberry Coconut Bars" zu einem Blechkuchen umgewandelt. Das Rezept ist ein kleines bißchen abgewandelt, da ich keine Creme Double bekommen konnte. Aber wie immer hat "Lecker" ein zuverlässiges Rezept geliefert, es hat alles super funktioniert und der Kuchen wurde wirklich ein kleines Kokos-Blaubeer-Träumchen. Und er hat ja kaum Kalorien -  ist ja Obst drinnen ;-)

Mhmmm.... was backe ich dann als nächstes? Vielleicht die Oreo Choco Cheese Cupcakes, Apple Carrot Cake oder vielleicht Buchteln mit Karamellnüssen?


Kokos-Blaubeer-Träumchen vom Blech

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: ein Backblech

400 g weiche Butter
400 g + 80 g Zucker
4 mittelgroße Eier
500 g Mehl Typ 450
2 TL Backpulver
Saft von 4 Limetten oder Limettendirektsaft
1440 ml Heidelbeeren aus dem Glas
60 g Speisestärke
200 g Kokosraspel
100 ml Sahne
100 g Mascarpone


Den Backofen auf 150 °C vorheizen und das Backblech einfetten. Die Butter mit 400 g Zucker cremig rühren und die Eier nacheinander dazu geben. In einer seperaten Schüssel Mehl und Backpulver vermischen und nach und nach zu der Buttermasse rühren. Den Teig auf das Backblech streichen und in der Mitte des Ofens cirka 20 Minuten goldgelb backen.

Während der Boden im Ofen ist, den Limettensaft mit den Heidelbeeren inklusive Saft in einem Topf aufkochen. Anschließend wird das Kompott mit der in 2 EL kaltem Wasser glatt gerührten Stärke gebunden. Dies cirka 2 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Für den Guß die restlichen 80 g Zucker, Kokosrapeln, Sahne und Mascarpone verrühren.

Um zu vermeiden, dass das Kompott über den Rand des Backblechs läuft, kann man aus Alufolie einen Rand falten und diesen wie nachfolgend dargestellt zwischen den vorgebackenen Boden und das Backblech klemmen.



Das Heidelbeerkompott gleichmäßig auf dem Boden verteilen und den Kokos-Guß gleichmäßig darüber streuen. Den Kuchen anschließend noch cirka 15 - 20 Minuten im Ofen backen. Und fertig ist das Frühjahrs-Träumchen...


Sonntag, 3. Februar 2013

Cheesecake mit Dulce de Leche auf Shortbread-Boden

Es gibt einige Kuchenklassiker, mit welchen man Groß und Klein doch immer wieder begeistern kann. Vorausgesetzt sie sind gut gemacht! Manche dieser Klassiker wie Frankfurter Kranz oder Donauwelle sind bezüglich des Rezeptes jedoch wenig wandelbar. Für den guten alten Käsekuchen gilt dies allerdings nicht. 

Das fängt ja bei der Basis schon an. Es gibt Böden aus Keksen, aus Mürbeteig oder aus Biskuit. Dann kommt das Topping - die Käsemasse. In Deutschland klassischerweise aus Quark, in Italien aus Ricotta und in USA und Kanada aus Frischkäse. Soviel zum "Grundkuchen". Nun gibt es Versionen die gebacken werden und andere die nicht gebacken werden. Wenn wir nun noch die verschiedenen Möglichkeiten von Füllungen und Belägen wie frischem Obst, Schokolade etc hinzufügen, kommen wir bei zahlreichen möglichen Versionen an. 

Normalerweise bin ich ja auch eher der experimentierfreudige Typ in der Küche, aber wenn es um Käsekuchen geht, hat sich bei mir ein Grundrezept etabliert. Hierbei tendiere ich zur amerikanischen Version, basierend auf einer Frischkäsemasse mit Vanillegeschmack. Durch die Zugabe von Magerquark wird die Masse weniger schwer und das leichte Vanillearoma passt zu jeglicher Form von Toppings wie Erdbeeren, Himbeeren oder wie im nachfolgenden Fall Dulce de Leche. 

Dulce de Leche ist eine lateinamerikanische Creme aus Milchkaramell, ähnlich einer sehr dicken Karamellsoße. Die Creme ist sehr sehr süß und hat einen intensiven Karamellgeschmack. Man kann sie entweder in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften kaufen oder ziemlich einfach selbst herstellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur eigenen Herstellung. Ich finde es am Einfachsten die Dose gezuckerte Kondensmilch geschlossen in Wasser cirka zwei Stunden zu kochen. Eine andere Variante ist die Kondensmilch in Twist-Off Gläser zu füllen und diese im Wasserbad zu kochen bis die Masse eingedickt ist. Ich habe beide Möglichkeiten probiert, bevorzuge jedoch die geschlossene Dose, da das Ergebnis gleichmäßiger geworden ist. Die Creme passt zu Desserts, als Brotaufstrich oder Füllung von Keksen und Torten.   

Und nun das Rezept für einen Cheesecake, wie ich ihn mag - an Familie und Kollegen getestet und für gut befunden :-)



Cheesecake mit Dulce de Leche auf Shortbread-Boden

Dauert cirka: 1 Stunde 
Reicht für: eine Springform ø 26 cm

200 g Shortbread Kekse (alternativ Butterkekse)
70 g Butter
0,5 TL Salz
125 g Zucker
250 g Magerquark
600 g Frischkäse (Doppelrahm Stufe)
3 Eier
1 Vanilleschote
Dulce de Leche aus einer Dose Kondensmilch (siehe unten)


Den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen. Die Butter zerlassen. Die Kekse in einem Mixer zerkümeln. Wer keinen Mixer hat, benutzt einen großen Gefrierbeutel und zermahlt die Kekse mit einem Nudelholz. Anschließend die Butter gut mit den Kekskrümeln und dem Salz vermischen. Mit den Händen in die Springform drücken und dabei keinen Rand lassen. Den Boden 10 Minuten im Ofen vorbacken, danach etwas auskühlen lassen und mit der Hälfte der Dulce de Leche bestreichen.

Anschließend Zucker, Quark, Frischkäse und Eier mit einem Handrührgerät zu einer homogenen Masse mixen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark in die Masse rühren. Die ausgekratzte Vanilleschote kann man mit Zucker in ein kleines Gläschen geben und erhält aromatisierten Vanillezucker. 

Die Hälfte der Masse gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Nun den Rest der Dulce de Leche auf der Masse verteilen. Die restliche Käsemasse darüber geben und die Form etwas rütteln, damit Luftbläschen entweichen können. Den Kuchen cirka 40 Minuten im mittleren Teil des Ofens auf einem Rost backen. Sollte er zu dunkel werden, die Form mit etwas Alufolie abdecken. 

Nach dem Backen sofort den Rand mit einem Messer lösen, die Springform aber geschlossen lassen. Durch das Lösen mit dem Messer ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass der Kuchen während des Abkühlens reisst. Den Cheesecake unbedingt bei Zimmertemperatur komplett abkühlen lassen und erst dann in den Kühlschrank stellen. Am Besten schmeckt er leicht gekühlt.



Dulce de Leche

1 Dose gezuckerte Kondensmilch (zum Beispiel von Nestle "Milch Mädchen" 400 g) in Wasser zwei Stunden köcheln. Wichtig hierbei ist, dass die Dose immer komplett mit Wasser bedeckt ist. Am Besten beschwert man sie mir einem kleineren Topf und prüft zwischenzeitlich immer den Wassserstand. Die Dose nach zwei Stunden komplett abkühlen lassen bevor sie geöffnet wird. Anschließend die Creme in ein sauberes Glas umfüllen oder gleich verarbeiten.

Samstag, 12. Januar 2013

Double Chocolate Chip Cookies

Das neue Jahr ist nun wenige Tage alt und eigentlich müsste man ja meinen, dass in so ein paar Tagen die Neujahrseuphorie und die "Dieses Jahr wird alles besser-Stimmung" noch bestehen, bevor der Alltag anklopft, ein frohes Neues wünscht und sich gemütlich auf der Couch niederlässt um ein bißchen zu verweilen.

Bei uns hat dieses Jahr aber ersteinmal die Grippe angeklopft und mein Männeken darnieder gerafft. Nun sitzt/liegt/vegetiert er neben Hr. Alltag auf der Couch, der Weihnachtsbaum steht noch und jegliche Form von Neujahreuphorie ist verflogen. Aufgrund dessen bestand bei mir akuter Bedarf an einer tröstenden Portion Schokolade. Wenn die Euphorie sich verabschiedet, kann sie die guten Vorsätze à la "weniger Schokolade" ja gleich mitnehmen. 

Also schwuppdiwupp ein paar Kekse gebacken und mit Keksen in der einen und einem Glas kalter Frischmilch in der anderen Hand auf die Couch zwischen Hr. Alltag und meinen Grippepatienten gequetscht. Schokolade macht ja glücklich, glückliche Menschen werden schneller gesund und dann fliegt auch ruck-zuck der Baum aus dem Fenster und los geht es mit 2013...




Double Chocolate Chip Cookies

Dauert cirka: 40 Minuten
Reicht für: cirka 15 große Kekse
Rezept abgeändert von lecker.de

75 g + 50 g Zartbitter-Schokolade
50 g Weiße-Schokolade
60 g weiche Butter
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Eine Prise Salz
1 Ei
125 g Mehl
1 TL Backpulver
0,5 TL Kakaopulver


Die 75 g Zartbitter-Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die übrige Schokolade in grobe Stücke hacken. 

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührgerät schaumig rühren, dann erst das Ei und anschließend die Schokolade hinzufügen und verrühren. 

Mehl, Back- und Kakaopulver mischen und unter die Ei-Masse heben. Die gehackte Schokolade kurz unterheben.

Den Ofen auf 150°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit zwei Eßlöffeln cirka 6-7 cm große Teighäufchen setzen. Sie sollten cirka 1 cm dick sein. Die Kekse mit cirka 2 cm Abstand auf das Blech setzen, da sie ein kleines bißchen zerlaufen. 

Cirka 15 Minuten in der Mitte des Ofens backen und anschließend auskühlen lassen. 

Dazu ein Glas Milch zum Tunken :-) 



Montag, 31. Dezember 2012

Oink Oink - Schweinische Glück-Wünsche für 2013

So schnell geht es und schwupps ist wieder ein Jahr vorbei... 

Beim ersten Nachdenken war 2012 relativ unspektakulär. Im Detail ist dann aber doch einiges passiert. Zum Einen war ich beruflich viel unterwegs, vor allem in Süd-Korea. Aufgrund dessen kam ich in den Genuß die koreanische Küche kennengelernt zu haben und ich bin nach wie vor immer wieder restlos begeistert! Ein weiteres (nicht nur) kulinarisches Highlight in 2012 war ein Urlaub in Südafrika. Ich habe vorher und nachher nie so gute Steaks gegessen und so guten Wein getrunken wie am Kap! 

Und was sind die Vorsätze für 2013? 

Gerne weitere kulinarische Highlights und gemäß Rike's Motto von Lykkelig:
Immer her mit dem schönen Leben!
Aber jetzt ersteinmal mit einem Tomatensalat unterm Arm und süßen rosanen Glücksschweinchen im Gepäck zur Silvesterfeier...


Süße Glücksschwein Kekse

Dauert cirka: 1,5 Stunden
Reicht für: etwa 30 Stück

100 g Butter
2 Tassen Mehl
1/2 Tasse Zucker
1 Ei
1 Päck. Vanillezucker
1/2 Tasse gem. Haselnüsse

250 g Puderzucker
3-4 EL Wasser
rote Lebensmittelfarbe

etwas geschmolzene Kuvertüre

Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig herstellen, gut durchkneten und zu einer Kugel formen. Die Kugel in Frischhaltefolie mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. 

Den Teig cirka 0,5 cm dick ausrollen (Achtung klebrig!). Mit einem Wasserglas oder ähnlichem große Kreise ausstecken, für des Rüssel kleine Kreise, beispielsweise mit einem Apfelausstecher, ausstechen. Mit einem Essstäbchen zwei Löcher in den Rüssel stechen. Die Rüssel auf die großen Kreise setzen und diese auf ein mit Backpapier ausegelegtes Blech setzen. Die Ohren von Hand formen und andrücken. 

Die Kekse bei 180° Ober- und Unterhitze cirka 15 Minuten in der Mitte des Ofens backen und anschließend abkühlen lassen.

Für den Zuckerguß aus Puderzucker und Wasser einen relativ festen Guß anrühren. Eine kleine Menge für die Augen beiseite stellen und den Rest mit einem Tropfen roter Lebensmittelfarbe rosa färben. Die Schweinchen bis auf den Rüssel komplett ausmalen. Für die Augen zwei weiße Punkte aufmalen und die Pupille mit einem kleinen Tropfen geschmolzener Kuvertüre darstellen.

Schön abkühlen lassen und zu Silvester als Glücksschweinchen verschenken!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Schokoladenbrownie mit Thymian-Kirschen und weißem Schokoladenguß

Schokoladenkuchen - das kleine Schwarze des Bäckers...

In vielen verschiedenen Kulturen gibt es ihn in irgendeiner Form. In Frankreich die Tarte au Chocolat, in Österreich die Sachertorte oder in den USA der Brownie. Als ich vor ein paar Jahren in den Genuss eines 6wöchigen USA Aufenthaltes während des Studiums kam, lernte ich was man aus Schokolade alles backen kann... Triple Chocolate Muffins, Double Chocolate Chip Cookies, Brownies...

Für mich ist bei jeglicher Form von Schokoladenkuchen die "Saftigkeit" das Wichtigste. Wenn ein Kuchen schon zerbröselt, wenn man mit der Gabel hinein sticht, vergeht mir ehrlich gesagt die Lust. Damit der Kuchen saftig wird, ist es wichtig, dass der Teig nicht einfach nur mit Kakao gefärbt wird, sondern der Teig mit geschmolzener Schokolade zubereitet wird... So auch bei dem folgenden Rezept für einen Schokoladenbrownie der ganz ohne Mehl auskommt!

Die Idee für das Rezept stammt aus der zweiten "Post aus meiner Küche"-Runde mit dem Thema "Very berry". Meine Tauschpartnerin hat mir einen Brownie mit Himbeeren und einem weißen Schokoladenguß geschickt. Also warum einen normalen Brownie nicht einmal zu einem Kuchen umwandeln? Und siehe da! Er sieht verführerisch aus, schmeckt sündig schokoladig, sollte jedoch nur in Maßen genossen werden... Medizin für die Schokoholics unter uns :-)

Schokoladenbrownie mit Thymian-Kirschen und weißem Schokoladenguß

Dauert cirka: 1,5 Stunden
Reicht für: eine Springform ø 26 cm


300 g dunkle Schokolade (mind. 70%)
150 g Butter gewürfelt
50 g Kakaopulver gesiebt
4 große Eier
200 g Zucker
100 g Walnüsse gehackt

300 g Kirschen aus dem Glas

70 g Zucker
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
1 Prise Salz
2 EL Speisestärke
2-3 Zweige Thymian

150 ml Creme Fraiche

70 g Butter
300 g weiße Schokolade


Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die zerbrochene Schokolade zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen und das Kakaopulver einrühren. Die Masse etwas abkühlen lassen. Die Eier in einer Schüssel schaumig rühren. Den Zucker zugeben und kräftig schlagen, bis die Mischung locker und schaumig ist und ihr Volumen verdoppelt hat. Die abgekühlte Schokoladenmischung und die gehackten  Nüsse hinzufügen. Den Teig in die gefettete Springform geben und gleichmäßig verteilen. Im vorgeheizten Ofen cirka 25-30 Minuten backen bis sich der Brownie an der Oberseite fest anfühlt, darunter aber noch weich ist. In der Form abkühlen lassen.

Für die Füllung die Kirschen abgießen und dabei 100 ml Saft auffangen. Die Kirschen groß zerhacken und mit dem Saft, Zucker, Zitronensaft, Salz und Thymian aufkochen. Speisestärke mit etwas Wasser anrühren und die Kirschen abbinden. Bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen, damit die Stärke anzieht. Die Füllung auf dem Brownieboden verteilen und den Kuchen für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

In der Zwischenzeit die Creme Fraiche und die Butter in einem Topf aufkochen. Die weiße Schokolade fein hacken, in eine Schüssel geben und die heiße Creme-Fraiche-Mischung darübergießen. Alles verrühren, bis die gesamte Schokolade geschmolzen ist. Die Creme vorsichtig auf den abgekühlten Boden gießen. Den Kuchen nochmals mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.

Den Kuchen mit Schokoladenspänen dekorieren und in kleinen Stücken servieren - Sünde pur! 



Donnerstag, 13. September 2012

Ofenfrisches Vollkornbrot

Manchmal bin ich mir nicht so sicher... Was ist schöner? Der Geruch eines frisch gebackenen Kuchens oder eines frisch gebackenen Brotes? 

Im Bezug auf Brot backen gehöre ich noch zu den eher Unerfahrenen. Früher hatten wir zu Hause einmal eine Brotbackmaschine (hatte zu der Zeit irgendwie jeder) - total klobig und irgendwie auch nicht so wirklich lecker das Brot.... Vor allem hatte es dann immer zwei Löcher wegen den Knethaken... Ich glaube der Hype hat noch nicht einmal ein halbes Jahr angehalten, dann gab es wieder ordentliches Brot vom Bäcker. Ist ja auch irgendwie schnick-schnack so eine Brotbackmaschine, ähnlich wie Donut und Mini Muffin Maker.

Ich esse fast jeden Tag Brot zum Frühstück. Deshalb wurde mir mein "Lieblingsbrot" bei meinem Bäcker irgendwann etwas zu langweilig. Da ich aber nur Brot ohne Kümmel esse, ist die Auswahl ja auch nicht übermäßig groß. Und genau zum richtigen Zeitpunkt habe ich mir das Buch "Ehrlich essen macht schön" gekauft. Kurz zusammengefasst geht es um nährstoffoptimale, natürliche also ehrliche Ernährung. Für jemanden der sich jedoch ein bißchen mit Ernährung beschäftigt hat, liefert das Buch aber keine weltbewegenden Erkenntnisse, jedoch hat es mir geholfen im Alltag mehr über das Thema Nährstoffe nachzudenken. Zusätzlich findet frau in diesem Buch auch einfache und vor allem schnelle Rezepte für die Feierabend-und-ich-habe-nichts-im-Kühlschrank Situation, in der man auch schnell auf Pizza etc zurück greift.

Neugierig gemacht hatte mich vor allem das Rezept für superdupergesundes Vollkornbrot. Das Rezept ist einfach, geht super schnell und das Brot bleibt lange frisch! Laut Buchinhalt liefert der Hafer Kieselsäure für das Bindegewebe, Nüsse und Saaten bringen Omega-3-Fettsäuren, Phytohormone und Selen mit. 

Also was will man mehr? Schmeckt gut und macht auch noch schön...   :-)

Ultragesundes Vollkornbrot

Dauert cirka: 1,5 Stunden
Reicht für: eine Kastenform
abgewandelt aus "Ehrlich Essen macht schön"

Butter/Margarine zum Fetten der Form
200 ml Haferflocken
200 ml Dinkelvollkornmehl
200 ml Weizenvollkornmehl
100 ml Haferkleie
50 ml Leinsamen
100 ml gemischte, gehackte Nüsse
3 TL Backpulver
0,5 TL Salz
400 ml Kefir
50 ml Zuckerrübensirup

Den Ofen auf 175°C vorheizen.



Alle Zutaten bis auf den Kefir und den Zuckerrübensirup vermengen. Die Flüssigkeiten hinzu geben und gut vermischen. Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen.



Im unteren Drittel des Ofens circa eine Stunde backen. Wie bei einem Kuchen auch, ist das Brot fertig, wenn beim Hineinstechen mit einem Messer oder langen Spießchen kein Teig mehr kleben bleibt.



Am Besten noch warm anschneiden und die erste Scheibe mit etwas Butter genießen... 




Montag, 23. August 2010

Johannisbeer-Macadamia Muffins

Johannisbeeren haben jetzt Hochsaison. Die kleinen Beeren lassen sich vielseitig verarbeiten und sind dazu noch voll geladen mit Vitaminen (Johannisbeeren haben mehr Vitamin C als Orangen!). Ich verbinde mit den kleinen roten Rispen Erinnerungen an meine Urgroßmutter, die einige Sträucher in ihrem Garten hatte und den weltbesten Gelee daraus gekocht hat...  

Anstatt aus ihnen Gelee zu kochen habe ich mich jedoch für leckere, saftige "Törtchen" entschieden. Das Rezept orientiert sich an dem amerikanischen Basisrezept für Muffins, das heißt es basiert auf einem Teig mit Öl, Buttermilch und Natron. Ein wichtiger Grundsatz für das Backen der kleinen Küchlein ist, dass die trockenen Zutaten nur kurz unter die feuchten Zutaten gerührt werden, damit der Muffin beim Backen auch schön aufgeht! Noch ein Tipp zur Aufbewahrung: Muffins lassen sich super einfrieren, sollten 12 Stück einmal zu viel sein. Zum Auftauen die Muffins einfach 15 Minuten bei cirka 150 Grad aufbacken.



Johannisbeer-Macadamia Muffins

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: 12 Muffins

200 g rote Johannisbeeren
1 Ei
125 g Rohrohrzucker
1-2 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
125 g Buttermilch
6 EL neutrales Pflanzenöl
250 g Mehl
1 TL Backpulver
0,5 TL Natron
30 g gehackte Macadamianüsse
Butter oder Margarine für die Form
Puderzucker



Zur Vorbereitung die Johannisbeeren waschen und mit einer Gabel von den Rispen abstreifen. Den Backofen auf 200° C vorheizen (Ober- /Unterhitze). Das Backblech entweder fetten oder mit Papier- bzw. Silikonförmchen bestücken.
 
In einer großen Schüssel das Ei schaumig aufschlagen und den Zucker, Vanillezucker und das Salz hinzufügen. Anschließend die Buttermilch und das Öl ein rühren. In einer zweiten Schüssel das Mehl mit Backpulver und Natron mischen. Die Mehl-Mischung zu den feuchten Zutaten sieben, die gehackten Nüsse und 2/3 der Johannisbeeren dazugeben und das Ganze am besten mit einem Holzlöffel oder Teigschaber unterheben, bis die trockenen Zutaten feucht sind. Der Teig sollte nicht glatt gerührt werden!


Den Teig gleichmäßig in den Förmchen verteilen. Die restlichen Johannisbeeren darauf verteilen und leicht andrücken. Wenn der Ofen vorgeheizt ist, verschwinden die Muffins für 20-25 Minuten, um sich zu bräunen... Danach freuen sie sich über eine Abkühlung und eine sanfte Puderzuckerbrise :-)  


    Donnerstag, 19. August 2010

    California Cinnamon Twists

    Es war im Mai diesen Jahres auf dem Highway One Richtung Norden nach San Francisco als wir an einem Punkt namens "Big Sur" an der kleinen Big Sur Bakery vorbei kamen... Von Außen strahlte uns kalifornische Gelassenheit entgegen, Innen erwartete uns der Traum aller Süßmäulchen: Große Cookie Jars mit verschiedensten Schokoladensünden, kleine Blätterteigstückchen und mein absoluter Favorit: Cinnamon Twists!

    Da ich ein absoluter Zimt-Fan bin, habe ich mir seither vorgenommen diese leckeren Zimtstangen nachzubacken. Hier also mein Resultat und der gelungene Versuch ein bißchen Urlaub zurück in den Alltag zu bringen... 

    California Cinnamon Twists

    Dauert cirka: 1 Stunde
    Reicht für: etwa 20 Stück
    1 Becher Sauerrahm
    3 EL Zucker
    1/8 TL Natron
    1 TL Salz
    1 Hefewürfel
    1 Ei
    2 EL Butter oder Margarine
    750g Mehl
    75g brauner Zucker
    2 TL Butter
    1 TL Zimt



    Zuerst den Sauerrahm erwärmen und ihn lauwarm(!) mit Zucker, Natron, Salz und Hefe vermischen. Anschließend mit dem Ei, der Butter oder Margarine und dem Mehl zu einem Teig verkneten. Sollte der Teig zu klebrig sein einfach ein bißchen mehr Mehl untermischen. Den Teig cirka 5-10 Minuten gehen lassen.

    Nun den Teig ausrollen und eine Hälfte mit der Mischung aus braunem Zucker, Butter und Zimt bestreichen. Danach den unbestrichenen Teil des Teiges auf den bestrichenen Teil legen und in cirka 2,5cm lange Streifen schneiden. Die Streifen jeweils am Ende festhalten und entgegengesetzt zueinander drehen um ihnen die Form von Twists zu geben. Ich gebe zu dass dies eine ziemlich klebrige Angelegenheit ist - aber es lohnt sich!



    Anschließend die Twists cirka eine Stunde auf einem eingeölten oder mit Backpapier ausgelegten Blech gehen lassen. Vorsicht - die Twists nicht zu nahe aneinander legen, sonst backen sie zusammen...



    Im vorgeheizten Ofen bei 180° Heißluft cirka 15 Minuten backen und am Liebsten noch warm genießen ;-)